Die Heinrich-Böll-Oberschule macht Paris unsicher


Die Heinrich-Böll-Oberschule macht Paris unsicher! Verschiedenste Jahrgänge waren vom 6. bis zum 11. September 2026 in Paris unterwegs. Eine Woche lang konnten wir die französische Hauptstadt erkunden, zahlreiche Sehenswürdigkeiten besuchen und viele neue Eindrücke sammeln – und ganz nebenbei vermutlich einen neuen persönlichen Schrittzähler-Rekord aufstellen.

Eines unserer Highlights war natürlich der Eiffelturm. Schon von Weitem beeindruckte das Wahrzeichen von Paris mit seiner Größe. Doch bevor wir die Aussicht genießen konnten, mussten wir erst einmal 674 Stufen bis zur zweiten Etage bewältigen. 674 Stufen. Zu Fuß. Während wir uns Schritt für Schritt nach oben kämpften, waren unsere Lehrer offenbar schon Lichtjahre vor uns und hatten dabei kurz vergessen, dass wir eigentlich hinter ihnen liefen. Während wir also noch die Treppen erklommen und langsam um unser Leben kämpften, waren sie gefühlt schon längst angekommen.

In der zweiten Etage wartete dann allerdings unsere kleine Rettung: der Aufzug. Nach 674 Stufen fühlte sich die Fahrt nach oben vermutlich für einige von uns weniger wie eine normale Aufzugsfahrt und mehr wie eine wohlverdiente VIP-Behandlung an. Oben angekommen, konnten wir dann endlich den Ausblick genießen. Und spätestens beim Blick über Paris waren die 674 Stufen zumindest für ein paar Minuten vergessen.

Am Abend konnten wir den Eiffelturm außerdem in seinem Lichterglanz erleben. Nach einem langen Tag durch Paris wirkte er noch beeindruckender – und vielleicht waren wir auch einfach froh, zwischendurch mal wieder sitzen zu können.

Auch der Louvre stand auf unserem Programm. Dort konnten wir zahlreiche berühmte Kunstwerke sehen und natürlich durfte ein Besuch bei der Mona Lisa nicht fehlen. Ob sie nun tatsächlich so beeindruckend ist, wie ihr Ruf vermuten lässt, sei dahingestellt – gesehen haben wir sie jedenfalls. Und allein das ist schon ein kleiner Flex. Ein Foto als Beweis durfte ebenfalls nicht fehlen.

Natürlich führte unser Weg auch über die berühmte Champs-Élysées. Zwischen großen Geschäften, beeindruckenden Schaufenstern und teilweise ziemlich erschreckenden Preisen konnten wir uns einen Eindruck davon machen, wie exklusiv diese Straße tatsächlich ist. Gekauft haben wir dort zwar nichts, dafür wurden umso mehr Fotos gemacht. Schließlich kann man, auch ohne etwas zu kaufen, so tun, als hätte man gerade einen erfolgreichen Shopping-Tag hinter sich.

Und obwohl wir uns mitten in Paris befanden, durfte auch ein Besuch bei McDonalds nicht fehlen. Zwischen französischer Kultur, Sehenswürdigkeiten und beeindruckenden Bauwerken musste eben auch einmal etwas Vertrautes auf den Tisch. Denn auch die beste Klassenfahrt braucht irgendwann Pommes.

Ein weiteres besonderes Erlebnis war unsere Bootsfahrt auf der Seine. Vom Wasser aus konnten wir Paris noch einmal aus einer ganz anderen Perspektive erleben. Während die Stadt an uns vorbeizog, konnten wir viel über die verschiedenen Sehenswürdigkeiten und die Geschichte der französischen Hauptstadt lernen. Gleichzeitig blieb genug Zeit, gemeinsam zu lachen, die Beine hochzulegen, die Fahrt zu genießen und einfach das Wasser und die besondere Atmosphäre auf der Seine auf uns wirken zu lassen.

Ein besonderes Erlebnis war auch unser nächtlicher Spaziergang durch Paris. Dabei führte unser Weg unter anderem zur Notre-Dame. Die Kathedrale bei Nacht zu sehen, verlieh der ohnehin schon beeindruckenden Atmosphäre der Stadt noch einmal einen ganz eigenen Zauber. Die beleuchteten Gebäude und die ruhigen Straßen machten diesen Spaziergang zu einem besonderen Teil unserer Reise. Und natürlich entstanden auch hier wieder jede Menge Fotos – denn wenn man schon in Paris ist, muss die Kamera schließlich auch arbeiten.

Zum Abschluss besuchten wir die Sacré-Cœur auf dem Montmartre. Von dort aus konnten wir noch einmal einen weiten Blick über Paris genießen und unsere Reise mit einem der bekanntesten Orte der Stadt ausklingen lassen. Nach einer Woche voller Sehenswürdigkeiten, Spaziergänge und neuer Eindrücke war der Ausblick dabei fast schon die Belohnung für unsere zahlreichen zurückgelegten Kilometer.

Neben den Sehenswürdigkeiten bestand unsere Reise jedoch nicht nur aus Besichtigungen. Wir waren viel zu Fuß unterwegs, haben unzählige Schritte gesammelt, gemeinsam gelacht und getanzt und Paris auf ganz unterschiedliche Weise kennengelernt. Dabei waren wir teilweise auch auf uns allein gestellt und mussten Verantwortung übernehmen. Das hat uns die Möglichkeit gegeben, selbstständiger zu werden und uns außerhalb unseres gewohnten Umfelds zurechtzufinden.

Die Reise war deshalb nicht nur eine Gelegenheit, Paris kennenzulernen, sondern auch eine sprachliche und persönliche Erfahrung. Wir konnten unsere Französischkenntnisse im Alltag anwenden, mit Menschen kommunizieren und neue Erfahrungen sammeln. Gleichzeitig haben wir gelernt, Verantwortung zu übernehmen und uns in einer fremden Stadt selbstständig zu orientieren.

Es war eine abwechslungsreiche und lehrreiche Reise, die uns viele neue Eindrücke und Erinnerungen mitgegeben hat. Paris hat uns nicht nur Sehenswürdigkeiten gezeigt, sondern uns auch die Möglichkeit gegeben, die Stadt, die Sprache und ein Stück weit auch uns selbst neu kennenzulernen.

Wir danken Frau Mensah, Frau Grünthal und Herrn Weisshaupt dafür, dass sie uns diese besondere Reise ermöglicht und uns dabei begleitet haben. Und dafür, dass sie uns trotz unserer unterschiedlichen Geschwindigkeiten bei den 674 Stufen nicht verloren haben. 

Text: Ruqayah Ghazi, Jg. 10 Mint 3, Fotos: J. Weißhaupt, H.Mensah