Kurz vor dem Lockdown Mitte März fuhren 16 Schüler*innen des 7. und 8. Jahrgangs aus dem Team Violett bis nach Potsdam, um Arbeiten des Künstlers Karl Hagemeister (1848-1933) aus Werder kennen zu lernen, der mit Öl- oder Pastellfarben großartige Landschaftsbilder schuf. Seine Werke entstanden in einer Zeit, in der auch bekannte Künstler*innen wie Claude Monet ihre Gemälde in der freien Natur schufen anstatt im Atelier. Genauso wie diese zählt auch Karl Hagemeister zu den Impressionisten.

Unsere Schüler*innen erfuhren bei ihrem Rundgang durch die Ausstellung mit Werken von Karl Hagemeister im Potsdam-Museum, dass die Bezeichnung „Impressionismus“ Impressionismus daher kommt, dass die Künstler genau das festhalten wollten, was sie beim Malen draußen direkt vor sich sahen. Sie wollten einen unmittelbaren Eindruck („impression“) festhalten, eine bestimmte Stimmung, ein besonderes Licht, eine Spiegelung im Wasser oder die Bewegung von Schilf und Wellen.

Karl Hagemeister war ein Künstler, der das Malen in der Natur so sehr liebte, dass er sogar bei Wind und Wetter, bei Schnee und Eis hinaus ging, um Landschaften auf dem Papier festzuhalten oder auf die Leinwand zu bringen. Manchmal band er dafür seine Leinwände an Pflöcken oder Bäumen fest, damit sie nicht wegflogen. Seine Art zu malen ist faszinierend und inspirierend zugleich.

Zum Glück war gleich nach dem Ausstellungsrundgang noch genügend Zeit, um im Museum selbst zu Farbe und Papier zu greifen. In einem Workshop zauberten die Schüler*innen aus unterschiedlichem Papier und farbigen Pastellkreiden wunderschöne eigene Landschaftsbilder. Auch wenn wir dafür nicht nach draußen gingen, waren alle mit Feuereifer dabei! 

(Übrigens kann man die Sonderausstellung „Karl Hagemeister. ….das Licht, das ewig wechselt“ im Potsdam-Museum noch bis zum 6. September sehen.)

Text von A. Andreae, Bilder von A. Stemmann