„Sehr geehrte Frau Präsidentin, sehr geehrte Abgeordnete, 30 Cent mehr für Plastik-Kaffeebecher zu bezahlen, würde die europäischen Verbraucher zu stark belasten. Wir sprechen uns stattdessen für eine Förderung der Erforschung alternativer Materialien aus.“

Im Rahmen einer Exkursion ins Europäische Haus am 18.9.2019 sind die Schülerinnen und Schüler der PW-Grundkurse von Frau Lawrenz und Frau Wallin in die Rolle von Abgeordneten des Europäischen Parlaments geschlüpft. Zwei Schüler hatten eine besondere Rolle: Sie waren Vertreter/innen der Europäischen Kommission und des Ministerrats und vertraten deren Position. Im Planspiel ging es um einen Gesetzentwurf für mehr Klimaschutz in der EU: die Einführung einer Abgabe von 30 Cent auf Einweg-Kaffeebecher aus Plastik.

In ihren Rollen haben sich die Schülerinnen und Schüler ihre Position erarbeitet, in der Fraktion diskutiert und sie in überzeugenden Reden im Plenum vertreten. Auf Änderungsanträge verschiedener Fraktionen folgte ein Kompromissvorschlag, der letztlich von der Mehrheit der Abgeordneten angenommen wurde und so auch im echten Europäischen Parlament beschlossen werden könnte: Die Abgabe sollte eingeführt werden, allerdings mit der Möglichkeit, Mehrwegbecher zu nutzen und dafür Rabatt zu erhalten. Eine Idee, die wir vielleicht als Kurs nach Brüssel senden sollten?

Neben dem Planspiel konnten die Schülerinnen und Schüler sich in einer Ausstellung und einem 3D-Kinofilm über die Europäische Integration und die Arbeit der einzelnen Institutionen informieren.

Das sagen die Schülerinnen und Schüler zur Exkursion:

 „Das Planspiel hat mir die Abläufe im Parlament verdeutlicht. Vorher konnte ich mir das nur schwer vorstellen.“

„Mir hat gefallen, dass es die Möglichkeit gab, an einem fiktiven Gesetzgebungsprozess teilzunehmen. Der Zwang zum Kompromiss bzw. zur Kompromissfähigkeit wird mir in Erinnerung bleiben.“

„Mir hat das Planspiel gefallen. Es war interessant, sich in die Lage eines Fraktionsmitgliedes hineinzuversetzen. Das Planspiel hätte gerne länger sein können.“

„Mir hat gefallen, dass es nicht nur informativ war. Es hat auch wirklich Spaß gemacht.“

Von C. Lawrenz und C. Wallin