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Auf dem Weg, Videoinstallation


Eine Ausstellung, welche für Verständnis des Anderen und für Wiedererkennen der Gemeinsamkeiten in Träumen und Wünschen wirbt.

Die Ausstellung ist ein Projekt einer Willkommensklasse der Heinrich-Böll-Oberschule in der Universität der Künste in Berlin. Schülerinnen und Schüler der Willkommensklasse 4 antworten auf die Frage: Warum und wie haben sie es geschafft, hierherzukommen? Dazu haben die Kinder Bilderserien gemalt und in ein Roll-Kino gebastelt: Bilder mit Situationen aus ihrer Vergangenheit, ein schwer zu verarbeitendes Erlebnis oder eine Erinnerung, die sie nicht loslässt.

Die Vergangenheit zu verdrängen ist genauso so gefährlich wie die Vergangenheit nicht loszulassen. Deshalb wurde eine weitere Frage gestellt: Was wünscht ihr euch zu werden und zu erleben, wenn ihr junge Erwachsen werdet? Die Schülerinnen und Schüler malten dazu ihre Wünsche an die Zukunft auf transparente Folie, welche sich dann in der Art eines Trousseliers um eine Lichtquelle drehen. Das Licht, als Quelle für jeglichen Lebewesen, sollte ihre Träume in die Zukunft projizieren.

Das Projekt entwickelte sich weiter und die Kinder sagten: „Es tut gut, darüber zu erzählen.“ 

Die Dialektik aus bildender Kunst und schulischer Bildung kann eine erlösende Funktion im persönlichen und sozialen Bereich übernehmen.

Marina Bertucelli, Kunstlehrerin und Klassenleiterin der Willkommensklasse.
Juli 2018